Der Kaiserschnitt

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Der Kaiserschnitt2019-05-22T15:02:29+00:00

Von der Notoperation zum Wunsch-Kaiserschnitt

Kaiserschnitt OP

Galt der Kaiserschnitt früher nur als absolute Not-Entbindung, hat er sich heutzutage als sehr gängige und sichere Art der Entbindung etabliert. Eine Schnittenbindung ist eine Operation unter Narkose oder Rückenmarksnaher regionaler Betäubung. Hierbei wird das Neugeborene durch die Gebärmutter und die Bauchdecke hindurch von der Mutter entbunden. Die Gründe für eine Kaiserschnittentbindung (auch „Sectio Caesarea“ genannt) können sehr vielfältig sein – vom Wunschkaiserschnitt, über den geplanten Kaiserschnitt aus medizinischen Gründen, bis hin zur Not-OP bei Geburtskomplikationen, kann er alle Formen annehmen. Ob Sie als Kandidatin für einen Kaiserschnitt in Frage kommen, besprechen Sie am besten mit Ihrem behandelnden Gynäkologen. Im Abschnitt „Indikationen“ haben wir Ihnen jedoch eine Auflistung von absoluten und möglichen Indikationen (Voraussetzungen) für einen Kaiserschnitt aufgelistet.

Die Kaiserschnitt-Quoten

Bereits seit vielen Jahren ist ein stetiger Anstieg der Kaiserschnittrate zu verzeichnen. In Ländern wie Brasilien und China liegt die Quote beispielsweise beinahe bei 50%, in Deutschland bei etwas über 30 %. [1] Im Vergleich dazu lag die Rate Anfang der 90er noch bei knapp 17%. [2] Was sind die Gründe hierfür, gibt es heutzutage etwa mehr Risikoschwangerschaften?

Nicht nur medizinische, sondern auch gesellschaftliche, rechtliche und sozioökonomische Faktoren haben zu einer Erhöhung der Schnittentbindungsraten geführt. So steht heute nicht mehr nur die Gesundheit der Mutter an erster Stelle, sondern auch die des Neugeborenen, die medizinische Versorgung und Narkoseverfahren haben sich stets verbessert und die Risiken des Eingriffs minimiert. Hinzu kommt ein immer höheres Alter der Mutter und das größere Verlangen nach Risikoabsicherung – sowohl auf Arzt- als auch auf Patientenseite. [3]

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Aktuelle Kaiserschnittrate in Deutschland

Vor- und Nachteile des Kaiserschnitts

 

Die Vorteile einer Kaiserschnittgeburt:

Der Geburtstermin steht fest und man kann alles zeitlich besser planen, auch die Anwesenheit des Partners. Das Baby ist schneller auf der Welt und die Frau ist unter der Geburt schmerzfrei und dem Wehenschmerz nicht hilflos ausgeliefert. Das macht es wiederum auch zu einem schonenderen Geburtsvorgang für das Kind und auch die Beckenbodenmuskulatur der Frau. Zusätzlich ergibt sich ein Gefühl der Sicherheit für das Kind.

Die Nachteile einer Kaiserschnittgeburt:

Für das Kind können sich Anpassungsstörungen, Atemnotsyndrome oder kleiner Schnittwunden ergeben, außerdem kann der Stillanfang für beide erschwert sein. Die Frau hat mit postoperativen Wundschmerzen zu rechnen und ist im Wochenbett weniger belastbar und eingeschränkt in Ihrer Selbstständigkeit. Trotz neusten Erkenntnissen und Wissenstand in der Medizin, ist und bleibt es eine große Operation mit vielen möglichen Risiken und Folgen insbesondere auch für Folgeschwangerschaften. Zusätzlich verbleibt eine Narbe am Bauch mit möglichen Taubheitsgefühlen [4].

Aber auch die Spontangeburt birgt ihre Vorteile und Risiken und ob es überhaupt zu Komplikationen kommen muss, hängt von vielen Faktoren ab. Glücklicherweise treten schwere Komplikationen durch einen Kaiserschnitt heutzutage sehr selten auf, weshalb die Schnittentbindung eine gute Entbindungsmöglichkeit bei Komplikationen oder im akuten Notfall ist und einen großen Gewinn für Mutter und Kind darstellt.

[1] Lumbiganon 2010, Gibbons 2010
[2] Statistisches Bundesamt
[3] Taschner & Scheck 2012
[4] Nancy Buraja 2011

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